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Doing Choreographer – Kinder entwickeln eine Choreographie für Erwachsene

Mittwoch, 19.08.20

Im Rahmen eines Seminars an der Akademie der bildenden Künste Stuttgart hatten zwei Schülerinnen aus der 6b die Möglichkeit, an einem Workshop der Künstlerin Laura Fröhlich teilzunehmen. Dabei entwickelten die Schülerinnen ihre eigene Choreographie für die teilnehmenden Studierenden. Für eine begrenzte Zeitdauer wurde der jeweiligen Schülerin die Entscheidungsmacht über das Geschehen innerhalb eines Raums gewährt. Die Erwachsenen folgten den mündlichen Anweisungen des Kindes, konnten jedoch auf ein Vetorecht zurückgreifen. Während des Choreographierens trug das Kind eine portable GoPro-Kamera auf dem Kopf, welche das Geschehen in ihrem Blickfeld aufzeichnete. Die videographische Aufzeichnung der Choreographie diente als Grundlage für eine weiterführende forschende Betrachtung im Kontext von Interaktion im Unterricht mit den teilnehmenden Studierenden.

Und das berichteten Sophie und Talitha:

Talitha: Wir fuhren an einem Mittwoch direkt nach der Deutsch-Klassenarbeit mit Frau Böcher mit dem Bus zur Kunstakademie, weil da ein Projekt war, wo wir hinwollten. Dort gingen wir zu einem Raum, wo uns die Studentin Laura Fröhlich und Frau Herrmann, eine Professorin, begrüßten. Wir stellten uns vor und Laura zeigte uns die Kunstakademie und eine Ausstellung der Studenten. Anschließend machte Laura noch schnell einen Kamera-Check, erklärte uns alles und danach setzten wir uns zu den Studenten in den Stuhlkreis. Als alles erklärt worden war, setzte Laura mir eine kleine Kamera auf den Kopf. Ich blieb mit den vier Studentinnen und Studenten alleine im Raum.



Sophie: Alle außer Talitha und die Studenten mussten aus dem Raum gehen. Vor der Tür war ich sehr aufgeregt. Ich hatte einen Zettel, auf dem stand, was ich ihnen befehlen könnte, den Zettel hatte ich mir zu Hause geschrieben. Von drinnen hörte ich komische Geräusche und fragte mich, was da drinnen passierte. Als die 10 Minuten vorbei waren, kamen sie nach draußen. Talitha lachte und sagte, dass es lustig war.



Talitha: Ich musste ihnen sagen, was sie machen sollen und sie mussten es dann machen. Das wurde dann gefilmt. Ich sagte, dass sie so tun sollen, als ob sie auf einer Bananenschale ausrutschen, Walzer tanzen, sich komisch auf die Stühle setzen sollen und so weiter. Nach 10 Minuten piepste der Wecker und ich ging aus dem Raum und danach war Sophie dran.



Sophie: Nun war ich an der Reihe. Als ich in dem Raum stand, wusste ich nicht genau, was ich sagen konnte. Dann befahl ich ihnen ein paar Sachen: springt hoch, tut so aus wärt ihr blind, tut so, als wärt ihr Kleinkinder… Doch nach ein paar Minuten fiel mir nichts mehr ein. Einer der Studenten hatte die Idee, dass sie sich ja ausschütteln könnten. Die anderen Studenten machten es mit. Mir fiel zum Glück wieder etwas ein. Als die 10 Minuten um waren, ging ich erleichtert aus dem Raum.



Am Schluss schauten wir uns die fertigen Filme an, die die kleine Kamera auf unserem Kopf aufgenommen hatte und lachten uns total schlapp. Wir bekamen noch einen Gutschein und verabschiedeten uns. Wir fuhren mit der Bahn nach Hause und dachten noch über den schönen Tag nach.
Artikel: Sophie, Talitha, Laura Fröhlich, A. Boecher
Fotos: Laura Fröhlich

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